Schlüssel nachmachen: Kosten, Anlaufstellen & was Sie beachten müssen
Einen Schlüssel nachmachen zu lassen kostet je nach Typ zwischen 3 und 300 Euro – ein einfacher Haustürschlüssel liegt bei 5 bis 15 Euro, ein Sicherheitsschlüssel bei 20 bis 50 Euro, ein Autoschlüssel mit Transponder bei 50 bis 300 Euro. Anlaufstellen sind Schlüsseldienste, Baumärkte wie OBI, toom oder Hornbach, manche Schuster und Online-Anbieter.
Was kostet Schlüssel nachmachen? Preisübersicht 2026
Die Kosten hängen vor allem vom Schlüsseltyp ab. Hier eine realistische Übersicht mit aktuellen Marktpreisen:
Wo kann man Schlüssel nachmachen lassen?
🏪 Baumarkt (OBI, toom, Hornbach, Bauhaus)
Die günstigste Option für Standardschlüssel. Sie geben den Originalschlüssel ab, wählen einen Rohling und bekommen die Kopie in wenigen Minuten.
Sicherheitsschlüssel mit Bohrmulden oder Schließanlagen-Schlüssel können Baumärkte allerdings nicht anfertigen.
🔑 Schlüsseldienst
Der Klassiker – und für komplexere Schlüssel oft die einzige lokale Option. Ein stationärer Schlüsseldienst in Berlin, München oder Hamburg hat eine größere Auswahl an Rohlingen.
Auch Sicherheitsschlüssel, Tresorschlüssel und einfache Autoschlüssel werden hier kopiert. Rechnen Sie mit einem Aufpreis von 3–5 € gegenüber dem Baumarkt.
👞 Schuster / Schnellservice
Klingt altmodisch, funktioniert aber: Viele Schuhreparatur-Geschäfte bieten Schlüsselkopien an. Das Sortiment beschränkt sich auf einfache Zylinder- und Buntbartschlüssel. Preislich liegen sie zwischen Baumarkt und Schlüsseldienst.
💻 Online-Schlüsseldienste
Anbieter wie Schlüssel Discount oder Nachschluessel.de werben mit günstigen Preisen (ab ca. 6,50 €). Sie fotografieren Ihren Schlüssel, schicken ihn ein und bekommen die Kopie zurück.
- Vorteil: Oft günstiger und bequem
- Nachteil: Dauert 3–7 Werktage, Originalschlüssel ist zwischenzeitlich weg
🏭 Vertragshändler / Hersteller
Für moderne Autoschlüssel mit Transponder oder Keyless-Go führt kein Weg am Vertragshändler vorbei. Die Elektronik muss auf Ihr Fahrzeug programmiert werden.
Gleiches gilt für Schlüssel patentgeschützter Schließanlagen – hier bestellt der Schlüsseldienst beim Hersteller (z. B. ABUS, BKS, DOM, Winkhaus).
Sicherheitsschlüssel & Schließanlagen: Sicherungskarte nicht vergessen
Nicht jeden Schlüssel darf oder kann man einfach kopieren lassen. Das ist eines der häufigsten Missverständnisse.
Sicherheitsschlüssel mit Bohrmuldenprofil gehören fast immer zu einem geschützten Schließsystem. Das Nachmachen ist nur mit der Sicherungskarte (auch Eigentümerkarte oder Sicherheits-ID) möglich.
Wer hat die Sicherungskarte? In der Regel der Eigentümer der Immobilie oder die Hausverwaltung. Als Mieter bekommen Sie die Karte normalerweise nicht ausgehändigt. Wenn Sie einen zusätzlichen Sicherheitsschlüssel brauchen, wenden Sie sich an Ihren Vermieter – die Bestellung dauert je nach Hersteller 3 bis 14 Werktage.
❓ Sicherungskarte verloren – was tun?
Ohne Sicherungskarte können seriöse Anbieter keinen geschützten Schlüssel nachmachen. Wenden Sie sich an Vermieter, Hausverwaltung oder den Hersteller des Schließsystems und halten Sie Kaufbeleg oder Eigentumsnachweis bereit.
Je nach System wird eine neue Karte ausgestellt oder ein neuer Zylinder mit frischer Sicherungskarte bestellt. Planen Sie dafür mehrere Werktage ein.
Darf man als Mieter Schlüssel nachmachen lassen?
Diese Frage stellen sich viele – und die Antwort ist differenzierter, als man denkt.
✅ Einfache Schlüssel: Ja, grundsätzlich erlaubt
Für einfache Zylinderschlüssel (Wohnungstür ohne Schließanlage, Kellerschlüssel, Briefkastenschlüssel) dürfen Mieter ohne Genehmigung Kopien anfertigen lassen. Rechtsgrundlage: § 535 BGB (Gebrauchsrecht).
🔒 Schließanlagen-Schlüssel: Nur mit Genehmigung
Gehört Ihr Schlüssel zu einer Schließanlage? Dann brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Ohne Sicherungskarte geht es ohnehin nicht.
📋 Was steht im Mietvertrag?
Prüfen Sie Mietvertrag und Hausordnung auf Klauseln zum Nachmachen. Im Zweifel: vorher fragen – das spart Ärger.
Autoschlüssel nachmachen: Das müssen Sie wissen
Autoschlüssel sind ein Sonderfall, weil moderne Fahrzeuge eine elektronische Wegfahrsperre haben. Der reine Metallschlüssel reicht nicht – der Transponderchip muss auf das Fahrzeug programmiert sein.
- Einfache Autoschlüssel (ältere Modelle ohne Elektronik): Beim Schlüsseldienst oder Baumarkt für 15–40 € nachmachen lassen. Dauert wenige Minuten.
- Schlüssel mit Transponder: Ab ca. 50 € beim Spezialisten, ab ca. 100 € beim Vertragshändler. Programmierung dauert 30–60 Minuten.
- Keyless-Go-Schlüssel: Nur beim Vertragshändler. Kosten: 150–500 €, je nach Marke. Lieferzeit: oft 1–5 Werktage.
Spartipp: In Städten wie Köln oder Frankfurt finden Sie unabhängige Kfz-Schlüsselspezialisten, die oft 30–50 % günstiger arbeiten als Vertragshändler.
Schritt für Schritt: So lassen Sie einen Schlüssel nachmachen
- Schlüsseltyp identifizieren. Einfacher Zackenschlüssel? Bohrmuldenschlüssel? Buntbart? Je nach Typ sind unterschiedliche Anlaufstellen geeignet.
- Sicherungskarte prüfen. Bei Sicherheitsschlüsseln: Haben Sie die Karte? Falls nicht, wenden Sie sich an den Vermieter oder die Hausverwaltung.
- Anlaufstelle wählen. Einfacher Schlüssel → Baumarkt. Sicherheitsschlüssel → Schlüsseldienst mit Herstelleranbindung. Autoschlüssel → Spezialist oder Vertragshändler.
- Originalschlüssel mitbringen. Ohne Original geht nichts. Bei manchen Sicherheitsschlüsseln genügt die Sicherungskarte mit Ausweis.
- Kopie sofort testen. Probieren Sie den neuen Schlüssel direkt am Schloss. Gute Anbieter bessern kostenlos nach.
Welche Schlüssel darf man nicht nachmachen?
- Patentgeschützte Schlüssel: Viele Schließsysteme sind markenrechtlich geschützt. Nachmachen ohne Lizenz ist strafbar.
- Schlüssel für Schließanlagen: Nur mit Sicherungskarte und Genehmigung des Eigentümers.
- Behördliche Schlüssel: Feuerwehrschlüssel, Schlüssel für Alarmanlagen, Aufzugsschlüssel.
- Fremde Schlüssel: Das Nachmachen ohne Genehmigung des Berechtigten kann als Vorbereitung einer Straftat gewertet werden (§§ 242, 123 StGB).
Häufig gestellte Fragen
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Fazit
Für die allermeisten Schlüssel reicht ein kurzer Gang zum Baumarkt oder Schlüsseldienst – fünf Minuten, fünf bis fünfzehn Euro, fertig. Komplizierter wird es bei Sicherheitsschlüsseln (Sicherungskarte nötig) und Autoschlüsseln (Programmierung erforderlich). Als Mieter dürfen Sie einfache Schlüssel nachmachen lassen, sollten aber den Vermieter informieren und alle Kopien beim Auszug zurückgeben. Wer das Thema ein für alle Mal lösen möchte, setzt auf ein Smart Lock oder tauscht auf einen hochwertigen Sicherheitszylinder mit Codekarte – so haben Sie immer genug Schlüssel, ohne nachmachen zu müssen.
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